Kartoffeln & Gemüse
Kartoffeln aus Franken – unsere Erpfl mit Geschichte 🥔
Für einen guten Kartoffelsalat braucht es eine andere Kartoffel als für lockere fränkische Klöße. Deshalb findest du bei uns verschiedene Sorten aus dem Hofer Land und dem Fichtelgebirge – angebaut von Familienbetrieben, die sich seit Generationen mit der beliebten Knolle beschäftigen. Ob festkochend, vorwiegend festkochend oder mehlig: Wir zeigen dir, welche Kartoffel zu deinem Gericht passt, wo sie herkommt und was unsere regionalen Erzeuger auszeichnet.
🌱 Kartoffelanbau seit 1647 – eine fränkische Geschichte
Wer hätte gedacht, dass die Geschichte des deutschen Kartoffelanbaus so eng mit Hochfranken verbunden ist? Um 1647 begannen Hans Rogler und weitere Bauern in Pilgramsreuth bei Rehau mit dem systematischen Anbau der damals noch ungewöhnlichen Feldfrucht. Nach heutigem Kenntnisstand gehört dieser zu den frühesten belegten feldmäßigen Kartoffelanbauten Deutschlands. Ein Denkmal im Ort erinnert bis heute daran.
Aus dem einst fremden Gewächs wurde eine feste Größe der fränkischen Küche. Besonders die Kartoffelklöße, bei uns auch „Glees“ genannt, sind kaum wegzudenken. Ihre knusprigen Brotstückchen im Inneren heißen „Brockala“ – und über deren richtige Menge lässt sich am fränkischen Mittagstisch durchaus diskutieren. Mehr über diese Geschichte und die Arbeit unserer Kartoffelbauern erfährst du in unserer Themenwelt Der Münchberger Erpfl.
🚜 Schlegel's Kartoffeln – Landwirtschaft aus Schödlas
In Schödlas bei Münchberg baut die Familie Schlegel seit Generationen Speisekartoffeln an. Hier gehören bewährte Technik und moderne Lagerung zusammen. Auf dem Hof kommt laut unserem Erzeugerporträt sogar noch ein Fendt-Geräteträger zum Einsatz, dessen System bereits in den 1950er-Jahren entwickelt wurde. Was funktioniert, muss nicht unbedingt ersetzt werden.
Bei Schlegel's Kartoffeln findest du unter anderem Gala, Wega und Granola. Die Gala ist eine vorwiegend festkochende Sorte und ein vielseitiger Begleiter für die Alltagsküche.
Die Kartoffel Wega hat dagegen tiefgelbes Fruchtfleisch und ist festkochend mit einer leichten Tendenz zu vorwiegend festkochend. Sie eignet sich für Kartoffelsalat, Bratkartoffeln, Pellkartoffeln und Ofengerichte. Ihre geringe Neigung zur Verfärbung macht sie auch für die Verarbeitung angenehm.
🥔 Kartoffelhof Harles – in Mussen hilft die Familie mit
Nur wenige Kilometer entfernt liegt der Kartoffelhof Harles in Mussen bei Münchberg. Der Familienbetrieb begleitet die Kartoffel vom Legen im Frühjahr bis zur Ernte im Herbst. Dabei hilft die Familie zusammen – auch wenn moderne Maschinen inzwischen viele körperlich schwere Arbeiten übernehmen.
Bei der Genussreise Hofer Land im September 2025 konnten Besucher auf dem Hof erleben, wie unterschiedlich traditionelle und moderne Kartoffelernte aussehen. Auch das gehört zur regionalen Lebensmittelkultur: zu wissen, welche Arbeit hinter einem Sack Kartoffeln steckt.
Besonders interessant ist die mehligkochende Lilly. Ihr gelbes Fruchtfleisch wird beim Garen angenehm locker. Damit ist sie eine gute Wahl für Kartoffelpüree, Suppen und selbstgemachte Klöße. Wer hingegen Kartoffelsalat zubereiten möchte, greift besser zu einer festkochenden Sorte.
🌿 Bio-Kartoffeln vom Biohof Sauerbrey
Auch ökologisch erzeugte Kartoffeln gehören saisonal zu unserem Sortiment. Der Biohof Sauerbrey in Braunersgrün bei Höchstädt bewirtschaftet seine Flächen seit mehr als 25 Jahren nach biologischen Richtlinien.
Zu seinen Kartoffelsorten gehören die festkochende Goldmarie mit goldgelbem Fruchtfleisch und die vorwiegend festkochende Otolia. Beide eignen sich für unterschiedliche Gerichte, von Bratkartoffeln bis zu Aufläufen. Ob die Bio-Sorten gerade erhältlich sind, hängt von Ernte, Lagerbestand und Saison ab.
🧭 Festkochend oder mehlig – welche Kartoffel passt?
Festkochend: Behält beim Garen weitgehend ihre Form. Ideal für Kartoffelsalat, Bratkartoffeln und Gratin. Beispiele aus unserem Sortiment sind Wega und die saisonal erhältliche Goldmarie.
Vorwiegend festkochend: Ein vielseitiger Kochtyp für Salzkartoffeln, Aufläufe, Eintöpfe und Ofengerichte. Dazu gehören Gala und Granola.
Mehligkochend: Wird beim Kochen weich und locker. Besonders geeignet für Püree, Kartoffelsuppe und fränkische Klöße. Ein Beispiel ist Lilly vom Kartoffelhof Harles.
Eine Besonderheit ist die zeitweise erhältliche Blaue Anneliese. Ihre violette Farbe macht sie zu einem Hingucker auf dem Teller – etwa als Pellkartoffel oder in einem bunten Kartoffelsalat.
🏡 Kartoffeln richtig aufbewahren
Speisekartoffeln mögen es kühl, dunkel, trocken und gut belüftet. Bei geeigneten Bedingungen lassen sich viele ausgereifte Sorten längere Zeit lagern. Frühkartoffeln sollten dagegen zeitnah verbraucht werden. Vermeide direkte Sonneneinstrahlung und Frost.
Stark gekeimte, eingetrocknete oder überwiegend grüne Knollen gehören nicht mehr auf den Teller. Denn in Keimen und grünen Bereichen können sich unerwünschte Glykoalkaloide anreichern. Ein bitterer Geschmack ist ebenfalls ein Warnzeichen.
Häufige Fragen zu Kartoffeln aus Franken
Welche Kartoffeln eignen sich für fränkische Klöße?
Mehligkochende Sorten mit einem höheren Stärkegehalt sind eine gute Wahl, beispielsweise Lilly. Sie ergeben beim Garen eine lockere Konsistenz.
Welche Sorte nehme ich für Kartoffelsalat?
Festkochende Kartoffeln bleiben beim Schneiden und Vermengen besser in Form. Wega oder Goldmarie eignen sich dafür besonders gut.
Sind alle Kartoffeln im Genussladen bio?
Nein. Wir führen sowohl konventionell angebaute Kartoffeln regionaler Familienbetriebe als auch saisonale Bio-Kartoffeln. Die Bio-Kennzeichnung findest du beim jeweiligen Produkt.
Gibt es Kartoffeln das ganze Jahr über?
Durch fachgerechte Lagerung können viele Sorten auch außerhalb der Erntezeit angeboten werden. Welche Kartoffeln aktuell verfügbar sind, siehst du direkt in unserer Produktübersicht.